Mittwoch, 18. Februar 2009

Geiz ist nicht geil

Wenn man den neuesten Erkenntnissen aus der Hirnforschung Glauben schenken will, dann erzeugt der Erwerb mehr Lustgefühle und Zufriedenheit als der Besitz.

Ich mach’ da mal einen Punkt, weil man darüber wirklich ernsthaft nachdenken muss.

Es bestätigt nicht nur das, was ich schon immer behauptet habe: Nämlich, kaufen und genießen bis die Socken qualmen; es straft auch jene Geizhälse ab, die z.B. ihren Computer erst dann ersetzen, wenn systemwichtige Teile ausfallen.

Kaufen, kaufen, kaufen heißt die Devise, wenn es darum geht, sich selbst auf den Stand der Dinge zu bringen, nicht nur, um der deutschen Wirtschaft unter die Arme zu greifen, sondern auch, um das zu erwartende (oben erwähnte) und nachweislich erforschte Glücksgefühl zu steigern.

Geiz ist absolut nicht geil, behaupte ich und habe dabei zumindest die Errungenschaften der Hirnforscher auf meiner Seite. Dies zu widerlegen, dürfte m.E. nicht mit einer kurzen persönlichen Rechenschaft abgetan sein. In diesem Fall macht ihr es euch schlichtweg zu einfach. Aber…

…was will man eigentlich mehr….

“Live today” sagt der Amerikaner und trifft damit genau ins Schwarze. Wir hätten durchaus das Potenzial bzw. die Finanzmittel, unsere Zufriedenheit zu steigern und doch tun wir es nicht, weil es unseren Prinzipien des Konsums widerspricht. Was für eine Tragödie? Was für ein klassisches Dilemma?

Daher lautet mein Apell: Tut Euch was Gutes, tut der deutschen Wirtschaft was Gutes und hört endlich mit dem verdammten Sparen für die ach so bösen Tage auf. Die kommen sowieso nicht und wie schon ein gutes altes Sprichwort besagt: Das Leichenhemd hat keine Taschen.

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